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Durchblutungsstörungen der Netzhaut


Eine Durchblutungsstörung der Netzhaut kann sich für den Patienten sowohl durch eine akute Herabsetzung des Sehvermögens aber auch durch eine chronische und langsam progressive Verschlechterung des Sehens bemerkbar machen.

Die häufigste akute Durchblutungsstörung ist die Thrombose eines venösen Gefäßes der Netzhaut. Aber auch Infarkte der Arterien der Netzhaut oder des Sehnervens können schwere Sehverluste auslösen. Chronische Durchblutungsstörungen des Auges finden sich bei einem Teil der Patienten mit grünem Star (Glaukom) und bei Patienten mit Erkrankungen der Halsschlagader.

Diagnostik

Da Durchblutungsstörungen des Auges zu vielfältigen Veränderungen im Auge führen können, sind zur Abklärung und insbesondere vor Beginn einer Therapie mehrere Untersuchungen erforderlich. Diese sind:

  • die Multicolor-Fotographie
  • die Optische Kohärenz-Tomographie (Schichtdarstellung der Makula)
  • die Fluoreszenz-Angiographie der Netzhaut mit Weitwinkel-Angiographie
  • die Durchblutungsmessung der Netzhaut
  • die Internistische Abklärung der Risikofaktoren (Blutdruck, Blutfettwerte, Gerinnung, Entzündungswerte)

Nur nach einer ausführlichen vergleichenden Beurteilung der mit diesen Verfahren gewonnenen Informationen kann der Augenarzt die für den Patienten adäquate Therapie auswählen.

Therapie

Die Therapie von Patienten mit Durchblutungsstörungen ist häufig langwierig und von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Prinzipiell stehen folgende Verfahren zur Verfügung:

  • die Injektion von Medikamenten in das Auge (Lucentis®, Eylea®, Ozurdex®, Avastin®, Triamcinolon®),
  • die Lasertherapie mit dem Frequenz-verdoppeltem YAG-Laser,
  • die Glaskörperchirurgie (Pars plana Vitrektomie) mit Entfernen von Blutungen und Membranen der Netzhaut
  • die Kombination der drei oben genannten Therapieverfahren in Form eines einzigen Eingriffs

Zusätzlich muss unbedingt die Einstellung der Risikofaktoren, vor allem des Blutdrucks, durch einen Hausarzt oder Internisten erfolgen. Wir arbeiten diesbezüglich eng und seit vielen Jahren mit dem Hypertonie-Zentrum-München (Prof. Dr. med. M Middeke) zusammen.

Ergebnis der Behandlung

In Anbetracht der vielfältigen Ursachen von Durchblutungsstörungen ist das therapeutische Ergebnis sehr von den im Einzelfall vorliegenden Befunden abhängig und kann nicht generell vorhergesagt werden.

Bei der häufigsten Ursache einer Durchblutungsstörung, der Thrombose der Netzhaut, ist heute aber insbesondere durch die Injektion von Medikamenten in den Glaskörperraum des Auges meistens eine Stabilisierung des Befundes mit Verbesserung des Sehvermögens zu erreichen.

Durchblutungsstörung der Netzhaut Bild 1

Multicoloraufnahme einer Thrombose der Netzhaut mit Aufstauung des Blutes in den venösen Gefäßen und vereinzelten kleinen Blutungen.

Durchblutungsstörung der Netzhaut Bild 2

Weitwinkel-Fluoreszenzangiographie desselben Patienten. Vor allem in der Peripherie der Netzhaut sind großflächige Undichtigkeiten der Blutgefäße zu erkennen, welche durch die Thrombose bedingt sind.

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